In diesem Blog sprechen wir über das fünf Konten-System, dass dich langfristig finanziell unabhängig machen wird. Du lernst mit Spaß zu sparen und wie du deine Sparquote kontinuierliche erhöhst. Bevor du Geld an der Börse investieren kannst, musst du natürlich erstmal welches zur Verfügung haben. Ein Arbeitskollege hat mir heute erzählt, dass er sich ein neues Auto gekauft hat und dafür einen kleinen Kredit aufnehmen musste. Der Kollege ist Mitte Fünfzig und hat einen gut bezahlten Job. Ich war in dem Moment kurz erschüttert und habe mich danach gefragt, wie es aussieht, wenn er einmal in Rente geht.

Daher lass uns darüber sprechen, wie du dich in eine Situation bringst, in der du genug Geld zur Verfügung hast. Ich finde, jeder sollte ein paar Grundlagen im Umgang mit den eigenen Finanzen kennen. Ob du dann aktiv investierst oder dies deinem Bankberater überlässt, kannst du dann bequem selbst entscheiden.

Für mehr Geld gibt es genau zwei Wege, für die du selbst verantwortlich bist. Mehr verdienen oder weniger ausgeben. Natürlich kannst du auch Vermögen erben, im Lotto gewinnen oder durch Zufall auf der Straße finden, aber das ist eher unwahrscheinlich.

Sofort mehr zu verdienen hört sich attraktiver an, ist allerdings mit mehr Aufwand verbunden. Hierfür kannst du dich beispielsweise weiterbilden und mehr Zeit in die Arbeit investieren. Ich habe eine ganz einfache Regel dafür. Tue ich Dinge, die zu einer Erhöhung des Umsatzes und des Gewinns meines Unternehmens (egal ob du angestellt oder selbstständig bist) beitragen, dann ist eine Partizipation daran gerechtfertigt. Wenn ich den Gewinn beispielsweise nachhaltige um 50T Euro im Jahr steigere, dann finde ich es fair, auch 10T Euro mehr zu verdienen. Natürlich ist das sehr pauschal gesagt und von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Aber der Punkt wird klar oder? Erst Ergebnisse liefern und dann um mehr Geld bitten.

Weniger auszugeben bedeutet im Umkehrschluss mehr zu sparen und hier kommen wir zu deinem Kontenmodell. Nur, wenn du jeden Monat eine Summe X zur Verfügung hast, kannst du diese klug investieren und dadurch langfristig ein solides Vermögen aufbauen.

Ich nutze ein System aus vier Säulen, auf die ich mein Einkommen aufteile, welche ich dir kurz erklären möchte.

Die erste Säule ist das Lebenskonto mit meinen fixen Ausgaben, wie Miete, mein Handyvertrag, aber auch bspw. die Gebühren für das Fitnessstudio, die für mich essentiell zum Leben dazugehören und keine tatsächlichen Spaßausgaben darstellen, sowie einigen weiteren variablen Ausgaben für z.B. Essen oder Tanken. Wichtig ist, dass auf diesem Lebenskonto auch dein Geld für kurzfristige Probleme ist. Wenn beispielsweise die Waschmaschine kaputt geht. Am besten legst du dir eine Zahl fest, unter die dieses Konto nicht fallen sollte. Als Daumenwert gilt zwei Nettomonatsgehälter.

10% deines Gehaltes sollten immer für Spaß zur Verfügung stehen. Damit gehst du ins Kino, mietest dir mal einen Sportwagen oder oder oder… Wichtig ist hierbei, dass das Spaßgeld nach einer gewissen Zeit weg sein muss. Klar könntest du es auch sparen, aber das Leben ist zu kurz, um keinen Spaß zu haben und langfristig wird die Mischung aus mehr Gehalt und klugem Investieren zu genug Geld führen. Also limitiere dich bewusst, aber nicht auf 0.

Damit haben wir schon die ersten beiden Konten geklärt.

60% auf dein Lebenskonto

10% auf dein Spaßkonto

Jetzt kommen die beiden wichtigsten Konten für den Aufbau deiner finanziellen Freiheit und deines langfristigen Vermögens.

10% gehen auf dein Sparkonto. Von hier aus tätigst du Investitionen und kümmerst dich um deinen Vermögensaufbau. Von diesem Konto geht kein Geld runter (außer zum Investieren). Wenn eine Investition erfolgreich war, wird der Gewinn wieder auf dein Sparkonto transferiert. Du etablierst dir einen Geldmagneten. Einen Ort, an dem dein Vermögen wächst und immer mehr wert wird. Du wirst durch dieses Konto das Gefühl haben, dass du langfristig immer „reicher“ wirst. Und genau hier kommt das nächste Konto ins Spiel!

Denn was heißt „reich sein“? Eine Millionen Euro? Fünf Millionen? Ein Porsche, ein Haus? Ich denke, reich sind wir in unserem Kopf und in unserer Einstellung. Reich sind wir, wenn wir dankbar für die Dinge sind, die wir haben und wenn es uns und der Familie gut geht.

Damit wir im Kopf reich werden können, müssen wir uns bilden und hier kommt das nächste Konto ins Spiel. 10% von deinem Einkommen solltest du für deine eigene Bildung ausgeben. Für mich haben sich Bücher, Onlinekurse und natürlich Seminare als die intelligentesten Möglichkeiten herausgestellt, wenn es um den Aufbau von Wissen geht. Natürlich musst du das Gelernte auch anwenden und umsetzen. Hier ist es deine Entscheidung, in welchen Themengebieten du dich weiterentwickelst.
Wichtig ist, dass du regelmäßig überprüfst, ob sich deine Ausgaben lohnen. Wenn du Beispielsweise 2000 Euro netto im Monat verdienst, hast du 10% gleich 200 Euro mal 12 Monate gleich 2400 Euro pro Jahr zur Verfügung. In zwei Jahren hättest du somit 4800 Euro für deine Bildung ausgegeben. Verdienst du in zwei Jahren auch mindestens 10000 Euro mehr im Jahr (weil 10000 Euro Brutto ca. 5000 Euro netto sind)? Wenn das nicht der Fall ist, solltest du deine Umsetzung überprüfen und überlegen, was du mit dem gekauften Wissen getan hast.

Falls du die 10000 Euro mehr verdienst, erhöht sich dein Bildungsbudget und somit hast die Möglichkeit konstant zu wachsen und immer bessere Trainings zu besuchen.
Deine Kontenverteilung erweitert sich und mittlerweile sind 90% deines Einkommens verplant.
60% auf dein Lebenskonto
10% auf dein Spaßkonto
10% auf dein Sparkonto
10% auf dein Bildungskonto

Du wirst dich jetzt garantiert fragen, was mit den letzten 10% passiert?

Nun ich bin ehrlich zu dir! Die Erfahrung von sehr erfolgreichen Menschen, wie Bodo Schäfer sagt, dass wir 10% unseres Gehaltes spenden sollten. Da ich das allerdings selbst aktuell nicht tue, möchte ich dir diese Empfehlung nicht geben. Ich spende ca. 1% meines Gehalts und finde das aktuell auch ok. Das restliche Geld nutze ich zur Investition in meine Ideen. Denn über dieses Thema wird aus meiner Sicht selten gesprochen.

Für meine YouTube Videos brauchte ich zum Beispiel eine Kamera, ein Stativ, ein Mikrofon, Softboxen und noch ein paar weitere Sachen. Natürlich könnte ich dieses Geld als Investition betrachten und aus dem Sparkonto nehmen. Aber meine Regel ist, dass das Vermögen dort wächst. Mein Weg ist, dass ich aktuell diese verbleibenden 9% nehme und monatsweise für Bildung oder Investition in mein eigenes Business nutze. Für diese letzten 10% ist mein Tipp, dass du einfach tust, was für dich am sinnvollsten ist!
Ganz wichtig! Die Konten sind alle physisch voneinander getrennt und von meinem Gehaltskonto gehen Daueraufträge im entsprechenden Verhältnis ab.

Zum Abschluss gebe ich dir noch einen Gedanken mit auf den Weg, der meine Sparquote und damit auch meinen Vermögensaufbau dramatisch verbessert hat. Bei jeder Gehaltserhöhung erhöhe ich meine Sparquote um 50% der Gehaltserhöhung. Wenn du bspw. aktuell 50T Euro im Jahr verdienst, sind das netto ca. 25T Euro. Davon sparst du 10%, sprich 2500 Euro pro Jahr. Wenn dein Gehalt jetzt auf 60T Euro erhöht wird, verdienst du netto 5000 Euro mehr im Jahr. Jetzt erhöhst du deinen Sparplan um 50% der Erhöhung, sprich 2500 Euro. Schon sparst du nicht mehr 2500 Euro, sondern 5000 Euro im Jahr. Ziemlich genial oder?

Dein Fabian